Krzysztof Kotiuk - Seite des Autors
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 Wydanie polskie

 
 

Ich widme diese Erinnerungen allen Reedern, die sich in einer ähnlicher Situation befanden, jedoch schneller und problemloser ihre Mannschaften befreien konnten, sowie denjenigen Reedern, die eine ähnliche Situation noch treffen kann.
Schließlich widme ich das Buch all denjenigen gleichgültigen Menschen, die ernste Diskussionen darüber geführt haben, ob ein Lösegeld gezahlt, die Mannschaft dem eigenen Ego geopfert und das Geld gespart werden soll.
Letzteren wünsche ich, dass niemand aus ihren Familien oder irgendein Nahestehender in eine ähnliche Situation geraten möge!

 

Krzysztof K. Kotiuk,
Kapitän

 

Samstag,  04. April 

Ein wunderschöner, sonniger Morgen. Anderthalb Tage bis Mombasa. Alle freuen sich auf den heute geplanten Grillabend. Ein kleines Schweinchen wurde schon von den Filipinos mariniert und vorbereitet, jetzt wartet es auf seine Zeit.
Ich sitze in meiner Kabine, erledige die letzten Abrechnungen, die von Mombasa aus per Post an die Reederei verschickt werden sollen.

09.14 Uhr

"Herr Kapitän, bitte kommen Sie schnell auf die Brücke!" höre ich plötzlich den III. Wachoffizier (WO) schreien, "ein Schnellboot rast mit hoher Fahrt von Südwest auf uns zu!"
"Ich komm´ schon!" brülle ich nur kurz und gebe Anweisung zu einer Kursänderung.
Instinktiv drücke ich meinen Ehe- und Kapitänsring tief in die Erde des Blumentopfes neben meinem Schreibtisch.
Im Nu bin ich auf der Brücke. Der Punkt auf dem Radarschirm kommt uns sehr schnell entgegen. 22,7 Knoten zeigt das Radar. Ich löse sofort Alarm aus.



 
 
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